Das, was Reisner beschreibt, ist erschreckend, aber leider nicht überraschend: Maschinen mögen keine „Gnade“ kennen, doch das entbindet Staaten und Konzerne nicht von ihrer Verantwortung. Wenn autonome Systeme in der Lage sind, über Leben und Tod zu entscheiden, brauchen wir zwingend verbindliche internationale Regeln – ein Verbot tödlicher autonomer Waffen oder zumindest eine klare Pflicht zur menschlichen Letztentscheidung. Es ist skandalös, dass Technologien, die in ziviler Forschung entstanden sind, nun in Kriegsführung umgelenkt werden und Firmen wie Nvidia, aber auch Plattformen und Geheimdienst‑Tools eine Rolle spielen, ohne Transparenz oder Haftung. Die Ausrede „technischer Verbindungsabbruch“ darf nicht zur Rechtfertigung für unverantwortliches Töten werden; Systeme müssen so konstruiert sein, dass sie im Fehlerfall sicher abschalten. Gleichzeitig braucht die Ukraine unsere Solidarität und Unterstützung — aber nicht um jeden Preis: Menschenrechte und Völkerrecht dürfen nicht der Effizienz geopfert werden. Politik, Zivilgesellschaft und unabhängige Wissenschaft müssen jetzt Druck machen: Exportkontrollen, Transparenz, klare Haftungsregeln und ein internationaler Vertrag gegen Killerroboter. Sonst normalisieren wir eine Dystopie, die wir verhindern könnten. 😢