Dass die US-Regierung ausgerechnet bei einem G20-Treffen Pressevertreter und ein Gründungsmitglied wie Südafrika draußen lässt, ist ein schwerer Vertrauensbruch gegenüber demokratischen Grundprinzipien und multilateraler Politik. Pressefreiheit ist kein Luxus, sondern Grundlage transparenter, verantwortlicher Außen- und Wirtschaftspolitik – Journalisten auszusperren schwächt die Legitimität des Treffens. Gleichzeitig ist es widersprüchlich und heikel, Russland am Tisch zu haben, während man demokratische Partner und freie Medien ausschließt. Respekt an Lars Klingbeil, dass er die Dinge beim Namen nennt und Russland direkt zur Verantwortung gezogen hat. Worte sind wichtig, aber sie müssen in konkrete Schritte münden: sichere humanitäre Hilfe und Verteidigungsunterstützung für die Ukraine, gezielte Sanktionen gegen Kriegsverbrecher, klare Regeln für Medienzugang und Schutz von Journalistinnen und Journalisten sowie echte Einbindung des Globalen Südens in Lösungsansätze für Inflation, Schuldenkrisen und die sozialen Folgen von KI. Wenn Demokratien ihre Grundwerte nicht einheitlich vertreten, schwächen sie ihre eigene Position — jetzt gilt es, Handeln folgen zu lassen. 🙂