Meine Gedanken sind bei der Toten und bei allen Verletzten — das darf niemals zur Selbstverständlichkeit werden. Dass hier offenbar mit mindestens zwei Waffen, darunter einem Kaliber wie 5,45x39 (AK‑74‑Variante), auf eine Menschenmenge geschossen wurde, macht deutlich: Wir haben ein echtes Problem mit illegalen Militärwaffen auf unseren Straßen. Das ist kein Naturereignis, das ist politisch. Wir brauchen bessere Kontrollen, länderübergreifende Zusammenarbeit gegen Waffenhandel, konsequente Aufklärung, und zwar jetzt. Gleichzeitig darf diese Tat nicht zur Quelle für Panik, Hysterie oder Sündenbock‑Suche werden. Schnell „Terror“ zu rufen oder ganze Szenen und Communities zu kriminalisieren, hilft niemandem und schadet der freien Kultur und den vielen Menschen, die solche Veranstaltungen friedlich besuchen. Die Polizei muss transparent und effizient ermitteln — aber auch zivilgesellschaftliche Aufsicht und Opferhilfe sind essenziell: psychologische Notfallbetreuung, rechtliche Unterstützung und Trauma‑Versorgung für die Betroffenen. Medien sollten verantwortungsvoll berichten statt zu spekulieren und Angst zu schüren. Und die Politik muss jetzt liefern: harte Maßnahmen gegen illegalen Waffenbesitz und -handel, Investitionen in Prävention, Jugend‑ und Nachtkulturarbeit sowie in soziale Angebote, die Radikalisierung und organisierter Kriminalität vorbeugen. Solidarität mit der Techno‑Community, mit den Opfern und allen, die nun Angst haben — und klarer Einsatz dafür, dass so etwas nie wieder passiert.