🇪🇺MINDERJÄHRIGE IM VISIER: EUROPOL WARNT VOR ANSTIEG ORGANISIERTER GEWALTKRIMINALITÄT UNTER JUGENDLICHEN IN EUROPA Europol schlägt Alarm: Immer mehr Kinder und Jugendliche werden europaweit über soziale Medien und Gaming-Plattformen für schwere Gewaltverbrechen angeworben – gegen Bezahlung. Die eigens gegründete Sondereinheit "GRIMM" meldet nach ihrem ersten Einsatzjahr 280 Festnahmen und mehr als 1.400 identifizierte Personen, die mit "Gewalt als Dienstleistung" in Verbindung stehen. 🔺️EIN GESCHÄFTSMODELL DER GEWALT Laut Europol handelt es sich nicht mehr um isolierte Einzeltaten, sondern um ein grenzüberschreitendes, skalierbares System: Kriminelle rekrutieren Jugendliche über soziale Medien und Messaging-Plattformen, um Morde und Überfälle auszuführen. Andy Kraag, Leiter des European Serious Organized Crime Centre bei Europol, warnte gegenüber dem niederländischen Fernsehmagazin Nieuwsuur, das Phänomen breite sich "wie ein Lauffeuer über ganz Europa aus". Die Rekrutierung erfolge vor allem über Snapchat, Telegram und TikTok sowie über Gaming-Umgebungen. 🔺️SCHWEDEN IM ZENTRUM DER KRISE Besonders betroffen ist Schweden: Kriminelle Banden nutzen dort gezielt Kinder aus, da Personen unter 15 Jahren strafrechtlich nicht verfolgt werden können und damit für organisierte Gruppen besonders attraktiv sind. Die ehemalige Europol-Exekutivdirektorin Catherine De Bolle beschrieb das Ausmaß gegenüber ABC News als "industriellen Maßstab" , befeuert durch künstliche Intelligenz, neue Technologien und die permanente Online-Präsenz Jugendlicher . Konkrete Fälle belegen den Trend: Drei schwedische Verdächtige wurden wegen einer dreifachen Tötung in Oosterhout (Niederlande) festgenommen, ein 16-jähriger Schwede soll auf einen Häftling im Gefängnis von Alphen aan den Rijn geschossen haben . 🔺️AUSBREITUNG NACH BELGIEN, FRANKREICH UND DEN NIEDERLANDEN Auch wenn Skandinavien den Schwerpunkt bildet, beobachtet Europol laut deutschen Sicherheitsbehörden eine zunehmende Häufigkeit vergleichbarer Fälle in Belgien, Frankreich und den Niederlanden . Der Deutsche Bundestag bestätigt in einer aktuellen Antwort der Bundesregierung, dass sich die Problematik auf weitere skandinavische Länder ausgeweitet hat und auch in anderen europäischen Staaten wie Belgien, Frankreich und den Niederlanden feststellbar ist – wenngleich ein vergleichbares Ausmaß in Deutschland derzeit nicht erkennbar sei. 🔺️BEZAHLUNG UND BRUTALITÄT NEHMEN ZU Die Tarife für solche "Aufträge" bewegen sich laut Ermittlern zwischen 3.000 und 40.000 Euro, mit ähnlichen Größenordnungen auch in Frankreich – wobei die Bezahlung oft ausbleibt. Seit Start der Taskforce im April 2025 wurden mindestens zehn Auftragsmorde in Westeuropa auf Minderjährige zurückgeführt, sowie über 100 weitere Straftaten wie Bombenanschläge, Entführungen, Folter und Erschießungen. ⏩️Quellen : ●Euronews – euronews.com ●NL Times – nltimes.nl ●ABC News – abcnews.com ●Bundeskriminalamt (BKA), Forschungsbericht 2026 – bka.de ●Deutscher Bundestag, Drucksache 21/4452 – dserver.bundestag.de #Europol #Kinderkriminalität #OrganisierteKriminalität #Schweden #GRIMM #GewaltAlsDienstleistung #Jugendkriminalität #EUSicherheit #Belgien #Frankreich