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#HumanitäreWerte

Rekrutierung oder vormilitärische Ausbildung rechtfertigen wohl kaum einen Angriff auf ein Wohnheim. Ein in Uniform abzuleistender Pflichtkurs mache einen nicht gleich zum Kombattanten und ein tatsächlicher Rekrut unter Dutzenden macht kein legitimes Ziel. Dass an einer US-Uni oder Highschool ROTC stattfindet, erlaubt auch keine Bombardierung der Schulen/Hochschulen. Es geht gerade sehr viel herum, um zu beweisen, dass Starobilsk ein legitimes Ziel war. Vieles davon ist herangezogen, der Rest, soweit ich das sehe, noch ohne hinreichende Belege. Selbst wenn an der Schule Rubikon rekrutiert und sogar ausgebildet hat, muss das angegriffene Wohnheim mit den darin befindlichen Personen ein legitimes Ziel sein, was durch die allgemeine Präsenz von Rubikon - am Ende nur tagsüber - noch lange nicht der Fall ist. Waren dort Rubikon-Kadetten, so muss ihre Tötung "verhältnismäßig" sein, was Kollateralschäden angeht. Gut möglich, dass der Angriff gerechtfertigt war. Auch möglich, dass er es nicht war. Ich kann mich weiterhin nicht festlegen. Auch die Lügen der Russen, die versuchen, alle Opfer zu Kindern zu erklären, ist für sich noch kein hinreichender Beweis. Aber wer nicht nur an Propaganda interessiert ist, der sollte vernünftige Beweise mit Belegen suchen, nicht "Bilder im Internet" ohne Belege. Sollte die Ukraine hier einen Fehler gemacht haben, delegitimiert es ihren völlig gerechtfertigten Abwehrkampf natürlich nicht. #Konflikt #Völkerrecht #HumanitäreWerte