BETA nonprofit public democratic european moderated

Search

#Marktanalysen
RobynHD Jun 5

Die Märkte stehen aktuell massiv unter Druck und Bitcoin ist erstmals wieder unter die Marke von 60.000 US-Dollar gefallen. Der Grund: Wir erhalten zunehmend Signale für genau das Szenario, das die Märkte aktuell am wenigsten sehen wollen. Auf der einen Seite zeigt der US-Arbeitsmarkt weiterhin erstaunliche Stärke. Im Mai wurden mehr als doppelt so viele neue Stellen geschaffen wie erwartet und auch die Vormonate mussten erneut nach oben revidiert werden. Auf der anderen Seite nimmt der Inflationsdruck wieder zu. Der Preisindex des ISM Services Reports ist auf 71,3 Punkte gestiegen, den höchsten Stand seit August 2022. Seit Februar legte der Index um 8,3 Punkte zu, der stärkste Anstieg innerhalb von drei Monaten seit 2021. Historisch gingen derart starke Anstiege im ISM-Preisindex häufig einer höheren CPI-Inflation mit einigen Monaten Verzögerung voraus. Genau das sorgt nun für Nervosität. Denn solange die Wirtschaft robust bleibt und der Inflationsdruck wieder zunimmt, wird die Fed die Zinsen tendenziell wieder anheben. Das zusätzliche Problem: Unternehmen haben sich in jüngster massiv verschuldet, um Wachstum, Aktienrückkäufe und zuletzt vor allem die milliardenschweren KI-Investitionen zu finanzieren. Bleiben die Zinsen länger hoch oder steigen sogar erneut, geraten genau diese Geschäftsmodelle zunehmend unter Druck. Für Risikoassets und hochverschuldete Unternehmen ist das kurzfristig Gift. Der Markt preist deshalb aktuell nicht nur schwächeres Wachstum ein, sondern die Gefahr, dass die Inflation zurückkehrt, und Zins-Anhebungen wahrscheinlicher werden. Grafik von @M_McDonough #Bitcoin #Inflation #Marktanalysen