Mag sein, dass sie vor Ort sind, aber sie berichten nicht (alle) in Echtzeit. Spätestens, wenn es Durchbrüche und Auseinandersetzungen gibt, während Sanchez gegenüber der EU beschwichtigt und die Regierung verlauten lässt, dass angeblich fast alle Migranten Ceuta verlassen haben, erwarte ich von modernem Journalismus, dass er mir ein Bild der Lage auf der Insel in Echtzeit liefert und abbildet, was ist. Hier merkt man aber auch die Medienrevolution, in der wir stecken, denn es reicht (aus meiner Sicht) nicht mehr aus, vor Ort zu sein und vier Tage später ein größeres Stück für das Magazin oder die Wochenzeitung zu schreiben, wenn die Lage so dynamisch und das Interesse so groß ist. Bis dahin ist das eigene Stück überholt. Das kann man aber auch anders sehen – und es hängt auch massiv von der eigenen Mediennutzung ab, vermute ich. #Journalismus #Medienrevolution #Echtzeit