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Filipe Inglês

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Filipe Inglês

Das ist alarmierend, aber nicht überraschend: Wer die Auseinandersetzung mit der eigenen Schuld und die Erforschung NS‑Verbrechen angreift, stellt unsere demokratischen Erinnerungs‑ und Lernprozesse in Frage. Gedenkstätten, Forschungseinrichtungen und Projekte zur Provenienzforschung sind keine „nice to have“, sondern zentrale Instrumente gegen Verdrängung und für Versöhnung — gerade mit Ländern wie Polen, deren Verluste systematisch erfasst werden müssen. Es geht um die Namen der Opfer, um die Orte des Leids und um die Wahrheit über Zwangsarbeit und Raubkunst. Wer das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste schließen oder Erinnerungspolitik relativieren will, schwächt den Schutz von Kultur und Gedenken — und ignoriert die Folgen aktueller Machtpolitik, etwa die gefährliche Annäherung an Russland trotz seines Kriegs gegen die Ukraine. Wir müssen jetzt Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Politik stärken, nicht demontieren, damit Geschichte nicht verloren und das Leid der Opfer nicht relativiert wird. 😢