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Tarek Baé

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Tarek Baé

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Unter Polizeischutz fand das Gaza-Tribunal in Hamburg statt. Eine Veranststaltung von Juristinnen und Juristen über den Genozid in Gaza. Ich übernahm als Pressevertreter einen Beitrag über die Rolle der Medien. Im Vorfeld gab es Einschüchterungsversuche. So weit, dass die Polizei am Veranstaltungstag zur Absicherung kam. Der Veranstaltungsort, das Bürgerbaus Wilhemsburg, wurde mit Hetze zuplakatiert. Der Veranstaltungssaal erhielt eine Mail, in der gefordert wurde, dass ich nicht auftreten sollte. Ich habe mich sachlich dagegen gewehrt. Und der Saal ließ sich letztendlich nicht bedrängen. Das ist wichtig. Zivilgesellschaft darf sich nie einschüchtern lassen. Wenigstens war die Polizei diesmal zum Schutz, draußen. Und nicht zur Überwachung, drinnen. So oder so aber wäre ich nach Hamburg gereist. Die Deutschen Juristinnen für das Völkerrecht (DJfdV) haben eine grandiose Veranstaltung auf die Beine gestellt. Mit wichtigen Einblicken in die völkerrechtliche Bewertung des Genozids in Gaza und andere Teilfragen durch Expertinnen und Experten wie Benjamin Düsberg, Ammar Boustami, Sebastian Scheerer, Yolanda Scheytt oder Alexander Gorski. Mein Beitrag lebte von den Schilderungen des Zeugen des Genozids, Abed Hassan. Abed machte anhand seiner persönlichen Erfahrungen und Aufzeichnungen deutlich, dass deutsche Medien früh von konkreten genozidalen Handlungen hätten Bescheid wissen müssen. Mein Kollege Fabian Goldmann lieferte auch einen brillianten Beitrag zu der Rolle deutscher Medien. Ich selbst sprach darüber, dass Journalismus diese dringende Wahrheit - nämlich, dass ein Genozid stattfindet - furchtlos, klar und laut benennen muss. Eben auch, weil Presse eine Vertretung der Zivilgesellschaft gegen die Mächtigten sein sollte. Der große deutsche jüdische Journalist Carl von Ossietzky, der für seine Wahrheit von den Nazis in ein KZ deportiert wurde, erinnerte seinerzeit daran, dass der Journalismus diese Gefahr nicht meiden sollte. Das Risiko müsse der Antrieb sein. Journalismus dürfe keine „Lebensversicherung“ sein. Ich betrachte insofern jeden Versuch, zensiert zu werden, als Lob. #GazaTribunal #Pressefreiheit #Völkerrecht

Tarek Baé Jul 31

Ein paar Punkte zu Ceuta. Ceuta ist nicht Europa 🇪🇺. Ceuta ist eine Enklave Spaniens 🇪🇸 in Nordafrika im histor. Marokko, ein Überbleibsel der spanischen Kolonialherrschaft. Der Zeitpunkt ist relevant. Spaniens Premier Pedro Sanchez besuchte vor einigen Tagen nach vier Jahren erstmals wieder Algerien 🇩🇿, Marokkos Rivalen in der Region, was dem marokkanischen König 🇲🇦 nicht gefällt. Spanien hat aktuell extrem schlechte Beziehungen zu 🇮🇱 und den USA 🇺🇸. Zwei der engsten politischen Partner des marokkanischen Königs. Dass Israel und die USA ein Interesse an Problemen für Spanien haben, liegt auf der Hand. Die Emotion der Menschen in Ceuta ist echt. Selbst wenn einige geschickt worden wären, versuchen Tausende ihr Glück. Die Jugend sieht in Marokko kaum Zukunft und will um jeden Preis weg. Rechte labern von „Invasion“. Wer in Ceuta einreist - selbst legal - ist offiziell noch nicht in die EU eingereist. Ceuta gehört nicht zum Schengen-Raum und um von dort aufs spanische Festland zu gelangen, braucht man Visum oder positiven Asylprozess. Spanien und Marokko verkündeten bereits, alle Personen zurückzuführen. Das Geschehen hat somit keine konkreten Folgen. Außer dass weltweit gegen Sanchez, Spanien, Migranten und Muslime gehetzt wird. Man kann sich also selbst zusammenreimen, wessen Interessen aktuell bedient werden. #Ceuta #Migration #Spanien

Tarek Baé Jul 28

So ein unfassbar gefährlicher Unsinn. Der Mann kann kein Arabisch. Ist „isisforum.darknet“ repräsentativ für irgendetwas? Überall liest man Verurteilung und Solidarität mit den Opfern. Und hier wird stattdessen ein Feindbild geschürt. Völlig pervers. https://t.co/tCOxWzeDgE #Falschinformation #Solidarität #Hassrede

Tarek Baé Jul 20

In Gaza brach Jubel aus, als Spanien den Siegtreffer in der Nachspielzeit schoss. Massen guckten in den Zeltlagern auf Leinwänden das WM-Finale, mit überwältigender Mehrheit auf Seiten Spaniens. Public Viewings organisiert von humanitären Hilfsvereinen. Momente der Freude und der Ablenkung. „Für wen sonst soll ich sein? Spanien hat sich sehr stark für uns eingesetzt. Wir wollen, dass sie sich freuen“, sagt der 17-jährige Husam im Flüchtlingslager Bureij. Ein Bild prägt das Internet aktuell weltweit beim Jubel für Spanien: Spaniens Superstar Lamine Yamal, der bei der Siegesfeier des FC Barcelona im Mai die Flagge Palästinas schwenkte. Im Flüchtlingslager Shati in Gaza ziert dieses Bild Trümmer. International wirkte das Spiel Argentinien-Spanien deshalb auch ein bisschen wie Israel-Palästina. Aber einige in Gaza sind auch niedergeschlagen. Denn auch dort gibt es Messi-Fans. So schwarz-weiß ist das Bild in Gaza selbst also nicht. Diese WM war politisiert und umstritten. Die Unterstützung des israelischen Genozids in Gaza durch Gastgeber USA; der parallel laufende Angriffskrieg gegen den Iran; die rassistischen Einreisesperren für Schiedsrichter, Teammitglieder und Journalisten; die Verfolgung von Minderheiten durch die Einwanderungsbehörde ICE; die Hetztiraden des US-Präsidenten Trump gegen mehrere WM-Teilnehmer; die Nähe des FIFA-Präsidenten Infantino zu Trump, die überhöhten Ticketpreise. Die Liste ist lang. Eine Kritik tauchte zuletzt oft auf. Unsportliches Verhalten von argentinischen Spielern und kontroverse Schiedsrichter-Entscheidungen führten zu Vorwürfen gegen die FIFA, die Spiele für Argentinien zu erleichtern. Dass US-Präsident Trump eine Nähe zu Argentiniens Präsidenten, Javier Milei, pflegt, bestärkte die Eindrücke. Auch dass Israels Regierung sich mehrmals hinter das argentinische Team stellte, half nicht dabei, die Gerüchte zu entkräften. Israels vom Internationalen Strafgerichtshof gesuchter Premier, Netanyahu, sagte, Israel hätte „keine größeren und besseren Freunde“ als Israel. Spaniens Regierung hingegen verhängte Sanktionen gegen Israel und forderte einen Ausschluss Israels aus der FIFA. Man kann sagen: Die Solidarität hat gewonnen. #WM2023 #Gaza #Spanien

Tarek Baé Jul 9

Nius behauptete, ich hätte ein Bild gefälscht, auf dem zu sehen ist, wie ein israel. Soldat mit einem Scharfschützengewähr auf palästinensische Zivilisten zielt. Das Landgericht München entschied, Nius dürfe die Falschbehauptung nicht weiter verbreiten. https://t.co/sVwqSCdApy #Israel #Palästina #Falschbehauptungen

Tarek Baé Jun 25

Auch in der Innenstadt von Frankfurt 🇩🇪 feiern Bosnien 🇧🇦 Fans den WM-Sieg mit dem Ruf der Solidarität: „Palästina!“ 🇵🇸 https://t.co/EgmXW18Bkk #WM2023 #Solidarität #Frankfurt

Tarek Baé Jun 25

Bosnien 🇧🇦 Fans feiern den WM-Sieg in der Innenstadt von Stuttgart und vergessen nicht, was ihnen wichtig: Palästina 🇵🇸. https://t.co/tJ9E1cey72 #WM2023 #Bosnien #Palästina

Tarek Baé Jun 14

Das erste Spiel mag die Türkei 🇹🇷 zwar verloren haben. Aber die Fans der Türkei im kanadischen Vancouver ließen sich nicht nehmen, auf dem Stadionweg zu skandieren, was ihnen wichtig ist: „Free Palestine 🇵🇸!“ https://t.co/uVgCuM3DWH #Turkey #FreePalestine #Vancouver

Tarek Baé Jun 8

Israel schießt im Durchschnitt jeden Tag (!) trotz „Waffenruhe“ mehr Raketen auf das schutzlose Gaza als der Iran heute auf die mit Atomwaffen ausgerüstete Militärmacht Israel geschossen hat. Aber nur über eines von beiden wird exzessiv berichtet. #Israel #Gaza #Mediensicht

Tarek Baé Jun 4

Hisrorische Blamage: 🇩🇪 scheitert bei Bewerbung um UN-Sicherheitsratssitz 🇺🇳 – wegen seiner Israel-Unterstützung. Ex-Außenministerin Baerbock, mitverantwortlich für das Debakel, muss das Ergebnis selbst verlesen. „Staatsräson“ macht unser Land zur diplomatischen Nullnummer. https://t.co/mFYN1MpYQt #Diplomatie #UN #Deutschland

Tarek Baé Jun 2

„Herr, bitte vergib uns all unsere Taten, mit denen wir nicht Israel unterstützt haben!“ Bei einer Propagandaveranstaltung der Regierung Israels beteten Vertreter christlicher Kirchen aus mehreren Ländern für Israel. Auch aus Deutschland kamen zwei Personen. https://t.co/1yFrJeIhOK #Israel #Gebet #Christen