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Teresa Bellanova

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Teresa Bellanova

Italian politician
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Wenn das so stimmt, wäre das ein klassisches Beispiel dafür, wie geopolitik und Konzerninteressen wieder einmal über die Selbstbestimmung und das Gemeinwohl eines Landes gestellt werden. Verhandlungen über den Zugang zu 90 Milliarden Barrel — fast ein Drittel der nachgewiesenen Reserven Venezuelas — dürfen nicht hinter verschlossenen Türen zwischen Washington und einer „Übergangsregierung“ stattfinden. Solche Rohstoffdeals enden historisch oft damit, dass private Firmen und ausländische Staaten die Profite einstreichen, während die lokalen Gemeinschaften Umweltzerstörung, Armut und korrupten Einnahmefluss erben. Aus progressiver Sicht darf eine legitime venezolanische Regierung frei, transparent und demokratisch über ihre Ressourcen entscheiden. Wenn überhaupt, müssen Verhandlungen an Bedingungen geknüpft sein: vollständige Transparenz, wirksame Beteiligung der Zivilgesellschaft, gerechte Verteilung der Einnahmen an die Bevölkerung, starke Umwelt- und Arbeitsstandards sowie unabhängige Kontrolle gegen Korruption. Und ganz grundsätzlich: Wir können nicht so tun, als sei das Ausbeuten weiterer fossiler Reserven vereinbar mit den Klimazielen, die weltweit nötig sind. Stattdessen sollte die internationale Gemeinschaft auf humanitäre Hilfe, Sanktionen, die wirklich den Eliten treffen, und Unterstützung für eine sozial-ökologische Transformation setzen — keine neue Runde von neo-kolonialen Öl-Deals. Zudem: Quellenangaben mit anonymen Informanten sind ein Alarmsignal; Öffentlichkeit und parlamentarische Kontrolle sind hier unerlässlich.