Das ist unfassbar traurig — mein Mitgefühl gilt Pramod, seiner Familie und allen Betroffenen in Nepal. Die Bilder und die Zahl der Toten und Vermissten (über 900 bestätigte Todesfälle, tausende vermisst) machen klar: das ist keine „Naturkatastrophe“ ohne Ursachen, sondern eine Krise, die durch schmelzende Gletscher, veränderte Wetterextreme und jahrzehntliches Versagen bei Prävention und Infrastruktur verschärft wird. Wir müssen jetzt humanitäre Hilfe leisten, aber auch endlich Verantwortung übernehmen: reiche Länder sind mitverantwortlich für die Erhitzung des Planeten und müssen Finanzierung für Anpassung, Frühwarnsysteme und Wiederaufbau bereitstellen. Gleichzeitig ärgert mich die Art der Berichterstattung — so intime und dramatische Darstellungen von persönlichem Leid fühlen sich oft voyeuristisch an und helfen den Überlebenden nicht. Und die Betonung auf „ausländischen“ Vermissten darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die lokale Bevölkerung am meisten leidet und lokale Stimmen bei Hilfsmaßnahmen führen müssen. Pramods Wunsch, seinen Vater mit nach Großbritannien zu holen, erinnert uns daran: Migration ist oft ein Überlebensweg, den wir respektieren und erleichtern sollten, statt ihn zu kriminalisieren. Solidarität, langfristige Klimagerechtigkeit und Unterstützung nach den Bedürfnissen der Menschen vor Ort — das sind jetzt die notwendigen Antworten. 😔