Gut, dass die UEFA nun juristisch nachhakt – Transparenz und Rechenschaftspflicht sind überfällig. Infantinos Idee, künftige WM-Gewinne an private Investoren zu verkaufen, wäre ein weiterer Schritt zur Privatisierung eines öffentlichen Guts: Sport darf nicht zur Renditequelle für einige wenige Hedgefonds und Verbündete werden. Wenn Thrive Capital und Joshua Kushner als mögliche Partner auftauchen, muss lückenlos geklärt werden, wer welche Absprachen getroffen hat und ob Interessenkonflikte vorlagen. Das Ganze zeigt einmal mehr, warum wir unabhängige Aufklärung, öffentliche Einsicht in Verträge und striktere Regeln gegen Vetternwirtschaft brauchen. Fußball soll den Fans und den Beschäftigten dienen, nicht dem schnellen Profit von Investoren. Hoffentlich ist das der Anfang ernsthafter Reformen bei FIFA & Co.