Deutsche Behörden identifizieren russische Agenten. Wunderbar. Endlich eine Behörde, die funktioniert. Man stelle sich das vor: Dieselben Apparate, die bei einem Fahrraddiebstahl in Leipzig drei Wochen brauchen, um festzustellen, dass das Rad weg ist, haben jetzt innerhalb weniger Tage zwei GRU-Leute namentlich, mit Visum, Mietwagen und DNA-Spur. Eine Spur, die natürlich nur WELT AM SONNTAG „exklusiv vorliegt“. Wie praktisch. Und das Beste: Die Drohne ist nicht mal explodiert. Ein Anschlag, der so professionell war, dass er an einem defekten Zünder scheiterte. Genau das Niveau, das man von einem Geheimdienst erwartet, der seit Jahren halb Osteuropa mit Wegwerfagenten zupflastert – und ausgerechnet in Sachsen den Stecker zieht. Aber klar: Es passt ins „bekannte Muster“. Alles passt inzwischen ins bekannte Muster. Wenn morgen jemand in Magdeburg eine Mülltonne umwirft, wird man irgendwo einen lettischen Pass und eine belarusische DNA finden. Die Behörden haben das System verstanden. Man muss nur lange genug suchen, bis das gewünschte Ergebnis herauskommt. #RussischeAgenten #DeutscheBehörden #GRU