Lupita Nyong’o, welche die schöne Helena im Christopher Nolans „The Odyssey“ spielt, wird die Frage gestellt, welches eine Ding sie zu Homer sagen würde, meint: Sie würde Homer fragen, wie er zum „Screen Time“ der Frauen steht. Sie hat Unrecht. Frauen kommen in der Ilias und der Odyssee prominent und mit grosser erzählerischer Bedeutung vor – nicht als Randfiguren, sondern als zentrale Charaktere mit eigenen Handlungssträngen, Emotionen und Einfluss auf die Handlung. In der Odyssee z. B.: Circe – die mächtige Zauberin. Ein ganzer Handlungsblock dreht sich um sie: sie verwandelt Odysseus’ Männer, Odysseus überlistet sie, sie wird seine Geliebte und Verbündete und schickt ihn mit wichtigen Ratschlägen in die Unterwelt. Calypso – hält Odysseus sieben Jahre fest. Ihre Abschiedsszene ist eine der emotionalsten und poetischsten des ganzen Epos. Penelope – die clevere, treue Frau, die 20 Jahre lang auf Odysseus wartet und die Freieer überlistet. Athena – die Göttin, die Odysseus aktiv lenkt und beschützt. Sie ist praktisch Co-Protagonistin. Dazu Nausikaa, Arete, die Sirenen und viele mehr. In der Ilias: Helena (die ja den gesamten Krieg auslöst) Andromache, Hecuba, Thetis (Achills göttliche Mutter), Briseis u..v.m. Homer gibt den Frauen lange, emotionale Reden und zeigt ihre Perspektiven. Das sind keine stummen Beiwerk-Figuren. Einmal mehr zeigt sich, dass die Woke-Linken strunzdumm und ungebildet sind, die gleichzeitig davon ausgehen, dass sie die Weisheit mit den Löffeln gefressen hätten. #Homer #Frauenrollen #Literatur