Der Stern schreibt, Katherina Reiche habe einerseits Scholz & Friends (Werbeagentur), andererseits FGS Global (Kommunikationsberatung) für 4-9 Millionen € engagiert, um ihr Image in der Öffentlichkeit, das angeschlagen sei ("Gas-Kati", "Eisprinzessin") aufzupolieren. Ich frage mich, was die eigentlich konkret machen sollen. Man hört sinngemäß, Reiche solle trainiert werden, Reizthemen wegzulassen, und stattdessen den „Energiekonsens“ sowie die Fortschritte der Energiewende zu betonen, um Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen. Aber dann müßte sie ja quasi ihren Artikel in der FAZ "zurücknehmen", in dem sie noch vor kurzem mit der hochsubventionierten Energiewende-Politik "abgerechnet" hatte. Gerade dieser Artikel wurde aber von Sachverständigen und Industrievertretern als Ausweis ihrer Sachkunde gelobt. Und: Katherina Reiche hat ja nicht nur grüne und klimafreundliche Kritiker - sondern auch "konservative", die inzwischen verlangen, sie solle zurücktreten. Sie habe zwar Recht, könne sich aber erkennbar in der Bundesregierung nicht durchsetzen! Sie solle sich ein Beispiel an Carsten Linnemann nehmen, der wohl gute Gründe hatte, in dieser Regierung dann nicht Minister werden zu wollen... Ganz ähnlich wie Kubicki – das habe ich ja hier kürzlich analysiert – befindet sich Katherina Reiche in einem Dilemma, aus dem sie nicht herausfinden wird. Und u.U. kommt bei den millionenteuren Bemühungen der Agenturen nur heraus, daß die letzte halbwegs integer wirkende Ministerin der Bundesregierung auch noch "grün" wird. Und wer sich grün macht, den fressen die Ziegen. #Energiewende #Politik #Imagepflege