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#Mietpreisdeckel
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In Wien ist mittlerweile jede vierte Person unter den Mietern armutsgefährdet, was aufgrund eines signifikanten Anstiegs der Nettomieten im Vergleich zum Verbraucherpreisindex Anlass zur Forderung nach einem strengeren Mietpreisdeckel und der Einschränkung befristeter Verträge gibt. #Mieten #Armutsgefährdung #Österreich

Noch nie waren so viele Mieterinnen und Mieter armutsgefährdet

WELT: "Als Sozialdemokrat wolle er (Lars Klingbeil) Obergrenzen bei den Mietpreisen einführen, um die „Preistreiberei in den Städten“ einzudämmen." Ich erkläre es so, dass es auch ein Schulkind versteht: Preisobergrenzen, wie sie bei Mietpreisbremsen oder Mietendeckeln eingesetzt werden, zielen kurzfristig auf die Entlastung von Mietern ab. Ökonomisch betrachtet führen sie jedoch langfristig zu negativen Auswirkungen, da sie den Preismechanismus außer Kraft setzen, der normalerweise Angebot und Nachfrage ausgleicht. Hier sind die zentralen Gründe für diese negativen Effekte: 1. Rückgang des Wohnungsangebots Wenn die Miete künstlich unter dem Marktgleichgewicht gehalten wird, sinkt der Anreiz für Investoren und Wohnungsbaugesellschaften, in neuen Wohnraum zu investieren. Da die Renditeerwartungen sinken, werden Bauprojekte gestoppt oder gar nicht erst geplant. Dies verschärft den ohnehin bestehenden Wohnungsmangel langfristig massiv. 2. Vernachlässigung der Instandhaltung Vermieter haben bei gedeckelten Mieten kaum Spielraum, um notwendige Investitionen in die Modernisierung oder Instandhaltung ihrer Gebäude zu refinanzieren. Dies führt über die Zeit zu einem Qualitätsverlust der Bausubstanz. Vermieter beschränken sich oft auf das absolut Notwendige, da sie die Kosten nicht über die Miete decken können. 3. Entstehung von „Schwarzmärkten“ und Ineffizienz Da die Nachfrage bei niedrigen Preisen das Angebot übersteigt, entsteht ein Mangel. Dies führt zu: - Wartelisten und hohen Hürden: Wohnungen werden nicht mehr nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ oder finanzieller Eignung vergeben, sondern nach intransparenten Kriterien (Vitamin B, Ablösesummen für Möbel). - Fehlallokation: Personen bleiben in Wohnungen wohnen, die sie eigentlich nicht mehr benötigen (z. B. eine einzelne Person in einer riesigen Familienwohnung), nur weil die Miete aufgrund der Deckelung so günstig ist. Dies blockiert Wohnraum für jene, die ihn dringender bräuchten. Fazit:  Preisobergrenzen bekämpfen nicht die Ursache – das zu geringe Angebot –, sondern verschärfen diese langfristig durch Investitionsstau und ineffiziente Nutzung des vorhandenen Wohnraums. #Mietpreisdeckel #Wohnen #Sozialpolitik