Man könnte auch einfach sagen, falsch gelegen zu haben, lieber @robinalexander_. Frauke Rostalski hat sofort gesagt, dass sie nicht „pro Jahr“ sondern kumuliert meint. Die muss man nicht so angreifen. Und die 100 Milliarden Euro sind je nach Lesart sogar niedrig geschätzt. Egal, ob man nun aus Deutschland kommende EU-Mittel und Bürgergeldleistungen für Ukrainer hinzuzählt, egal ob man die Hilfen politisch richtig (ich finde sie richtig) oder falsch findet, kann man jeden Euro über kurz oder lang nur einmal ausgeben. Zu glauben, weil die Ukraine-Hilfe seit 2026 ja über Schulden finanziert sind, dass die Finanzierungskosten (Stichwort 80 Milliarden Zinsen) nicht bald schon in Konkurrenz zu Sozialleistungen treten ... nunja, nicht sehr klug. 2022 bis 2025 haben die Euros aber de facto konkurriert. Fakt ist: – und das besprechen wir bei #NIUS seit mehr als einem Jahr – In Deutschland gibt es längst Verteilungskämpfe. Nicht wegen der Ukraine, sondern weil ein alterndes Land nicht mehr wächst und zeitgleich sehr viel Geld für Dinge ausgibt, die nicht jeder als sinnvoll erachtet. Immer mehr Menschen zählen die Ukrainehilfe zu diesen Dingen. Kann man falsch finden, ist aber so. Dass man mit besagten 100 Milliarden Euro, die in die Ukraine geflossen sind, einiges hätte bewegen können, ist ein ebenso nicht anzuzweifelnder Fakt. Die Frage, ob man das für richtig hält, was ich tue, ist eine Politische – aus der sich immer die Gegenfrage ableiten wird: Was muss dafür wegfallen? Und dann muss man politisch mit den Verteilungskämpfen leben. #Ukrainehilfe #Verteilungskämpfe #Deutschland







