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#Blindgänger
U.M. OSINT Jun 18

ℹ️ Sehr geehrte Frau K., Ich erlaube mir, direkt öffentlich auf Ihre Mail-Anfrage zu antworten. Sie nutzen ja offensichtlich X. ▶️ „Eine Drohne attackierte einen Bus mit 44 Passagieren, davon 28 belarussische Kinder einer Fußballmannschaft aus Retschyza/Gomel. Die Kinder waren auf dem Weg in die Ferien nach Gelendschik am Schwarzes Meer. Die Begleiterin starb infolge des Angriffs, 6–8 Kinder wurden verletzt.“ Zunächst: Wie fucking dreist und/oder realitätsvergessen muss man sein, mit Jugendlichen aus dem weißrussischen Retschyza an einem Krieg vorbei zu fahren? Um die Ukraine herum? Haben Sie sich das einmal auf der Karte angeguckt? Haben die vielleicht mal in den scheiß Nachrichten geguckt, was da los ist? Und dann passen die Beschreibungen nicht zu dem Video, nach dem Sie fragen. Zu sehen ist eine Splitter- oder Schrapnell-Wirkung auf die rechte, fordere Seite des Busses. Oder zumindest etwas, was so aussieht. Eher Schrot, die Einschläge sind viel zu klein. Die Frontscheibe ist intakt. Bemerkenswerterweise. Jede eingesetzte ukrainische Drohne wirkt durch Sprengladung, vielleicht auch Spreng-Splitter. Es sind aber im Video keinerlei Brandfolgen zu sehen. Da muss also etwas getroffen haben, was Splitter verursacht und so weit weg war, dass es keine Brandreaktion auslöste. Da hat etwas "Klingeling" gemacht. (Onomatopoesie von Soldaten, an denen die Splitterwirkung am Helm hörbar vorüber gegangen ist.) Ein Bus, der von einer ukrainischen Drohne – egal welcher – getroffen worden wäre, würde andere Schäden aufweisen. Und weit größere. Die Drohnen sind dazu gebaut, um gepanzerte Fahrzeuge zu knacken. Verbrennungen, die Scheiben wären rausgedrückt, die Träger dazwischen verbogen, vielleicht das Dach aufgepilzt. Die von Ihnen vorgeschlagene MG-Munition hätte den Bus auf der einen Seite getroffen und wäre auf der anderen Seite ausgetreten. Ich war in der infanteristischen Grundausbildung MG-Schütze, ich hätte den Bus mit einem 300er-Gurt komplett zerlegt. Keiner hätte überlebt. Geschweige denn aus einem sog. koaxialen MG eines Panzers. MG wird ständig unterschätzt, weil die Leute nicht wissen, was MG heißt. Ein deutsches MG schießt durch einen Motorblock. Schauen Sie einmal auf die Accountbeschreibung: „Deutschland zuerst | Gegen Masseneinwanderung und Werteverfall | Realität ohne Filter“ Was soll man dazu noch sagen? Keine Quelle für das Video, nicht einmal eine Ortsangabe. Und keine Kinder. Nix für ungut, wirklich. Aber alleine Ihre Anfrage und Ihr „Auf Kinder schon gar nicht.“ zeigt doch, dass Sie durch die bloße Behauptung, dort seien Kinder getroffen wurden, getriggert wurden. Und deshalb antworte ich offen. Weil viele Menschen so reagieren. Im Krieg sterben auch Kinder, Frauen, Alte, das ist es, was Krieg bedeutet. Nichts, absolut gar nichts, weist darauf hin, dass dort absichtlich Kinder befeuert wurden. Nicht einmal, dass welche anwesend waren. Und wenn dieser Bus durch eine aktive Kampfzone eines Krieges fuhr, woher sollte ein Drohnenpilot wissen, dass dort Kinder drin sitzen? Der Schlüsselring, an dem ich meinen Haustürschlüssel habe, ist besonders. Es ist nämlich der Splint-Ring meiner ersten scharfen Handgranate. Und exakt so sehen die Schäden am Bus aus. Entweder, da hat jemand eine Handgranate vor den Bus geworfen, oder der Bus ist an einem Blindgänger vorbeigefahren und hat ihn ausgelöst. Oder irgendetwas ähnlich lapidares. Er war in der Nähe, als ein anderes Fahrzeug angegriffen wurde. Ich könnte es noch weiter auseinanderklamüsern. Beispielsweise, wie viel Liter Blut jemand verliert, der durch Splitter tödlich getroffen wurde. Oder wieso Reisebusse (!) durch dieses Gebiet fahren. Das ist mir zu blöde. Tut mir leid. Ich erhalte mehrere solcher Anfragen täglich. Das ist absolut kein Vorwurf an Sie, Frau K. Denn dafür bin ich ja da, das ist mein Job. Ich sollte Ihnen dankbar für die Frage sein. Aber es zeigt doch, wie naiv viele Menschen mit irgendwelchen Postings auf Social Media umgehen. #UkrainianWar #Drones #RealityCheck

ZEIT ONLINE May 31

Wegen der Entschärfung von zwei Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg müssen am Sonntag in Osnabrück rund 1.600 Menschen ihr Zuhause verlassen, während ein Evakuierungszentrum eingerichtet wird und der öffentliche Verkehr teilweise eingeschränkt ist. #Osnabrück #ZweiterWeltkrieg #Bombenentschärfung

Reste aus Zweitem Weltkrieg: Bombenentschärfung: 1.600 Menschen müssen Zuhause verlassen
WAZ May 11

Wegen der Entschärfung einer amerikanischen Weltkriegsbombe im Kölner Stadtteil Lindenthal müssen am Montag ein Krankenhaus evakuiert, Schulen und Kitas geschlossen und 4100 Anwohner ihre Wohnungen verlassen, während über 100 Krankenfahrten organisiert werden, um Patienten in umliegende Kliniken zu bringen. #Köln #Blindgänger #Evakuierung

Weltkriegsbombe in Köln - Krankenhaus wird evakuiert
Westfalenpost May 11

Wegen der Entschärfung einer amerikanischen Weltkriegsbombe muss am Montag im Stadtteil Lindenthal in Köln ein Krankenhaus evakuiert werden, während Schulen, Kitas und 4100 Anwohner ebenfalls ihre Wohnungen verlassen müssen. #Köln #Blindgänger #Entschärfung

Weltkriegsbombe in Köln - Krankenhaus wird evakuiert
ZEIT ONLINE May 11

Wegen der Entschärfung einer Weltkriegsbombe muss am Montag im Kölner Stadtteil Lindenthal ein Krankenhaus evakuiert werden, während Schulen und Kitas geschlossen bleiben und 4.100 Anwohner ihre Wohnungen verlassen müssen. #Köln #Blindgänger #Evakuierung

Zehn-Zentner-Bombe: Weltkriegsbombe in Köln - Krankenhaus wird evakuiert
W
WEB.DE May 11

Wegen der Entschärfung einer amerikanischen Zehn-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg muss ein Krankenhaus in Köln evakuiert werden, was auch die Schließung von Schulen und Kitas im betroffenen Gebiet sowie die Evakuierung von 4.100 Anwohnern zur Folge hat. #Köln #ZweiterWeltkrieg #Blindgänger

Weltkriegsbombe in Köln - Krankenhaus wird evakuiert