Wie der Staat vergeblich versucht, 140m Fluß zu überwinden "Am Anfang stand der machbar erscheinende Plan, einen schwimmenden Ponton an einem Seil über ein Gewässer zu ziehen. Herausgekommen ist ein 130 Tonnen schweres und fast sieben Millionen Euro teures Ungetüm, von Norddeutschen schnell „Flugzeugträger“ getauft, das rund 300 Prozent teurer geworden ist als ursprünglich gedacht. Hoch über dem Fahrzeugdeck ließen sie zudem ein gewaltiges Solardach aufs Schiff pflanzen, weil die Fähre ja klimaneutral operieren sollte, angetrieben von der Kraft der Sonne. Am Donnerstag setzte das LKN die Fähre nach erfolglosem Testbetrieb wegen Sicherheitsbedenken außer Betrieb. Die Tragik ist, dass neben der Fähre auch die nahe Lindaunisbrücke seit Jahren dicht ist. Der von der Bahn verantwortete Neubau eskaliert aus Gründen, die nur für Bahner und Beamte noch nachzuvollziehen sind. Das Bauvorhaben ist zu einem der nach Meter-Kosten teuersten Brückenprojekte der Welt geworden. Aus ursprünglich erwarteten acht wurden inzwischen über 240 Millionen Euro. Fertig wird die Brücke trotzdem nicht. Bahnreisende steigen an der Schlei aus der Regionalbahn aus, ziehen ihren Rollkoffer zu Fuß über die halbfertige Brücke und steigen am anderen Ufer in einen anderen Zug. Das geht seit Jahren so." https://t.co/3lA0cJuMOa #Infrastruktur #Bauprojekte #Klimaschutz