Ich war heute beim Zahnarzt, musste ein bisschen warten und bin mit einem jungen zahnmedizinischen Fachangestellten ins Gespräch gekommen. Migrationshintergrund, Realschule, Ausbildung, Festanstellung. > 2.800 Euro brutto > 1.900 Euro netto (StK1) Der junge Mann zahlt wenig Steuern, aber die Sozialabgaben hauen voll rein. 33% Abgabenquote, keine Chance das zu optimieren. Er wohnt noch bei seinen Eltern, kann sich so immer mal wieder auch Dinge wie Urlaub gönnen und etwas Geld zurücklegen. Sobald er auszieht, wird es eng. Unter 1.000 Euro Warmmiete wird er in unserer Region kaum Wohnraum finden. Danach bleiben 900 Euro zum Leben. Damit machst du keine großen Sprünge. Privater Vermögensaufbau, Urlaubsreisen, Restaurantbesuche - extreme Herausforderung. Praktisch unmöglich auch das nötige Eigenkapital für einen Immobilienkredit zusammenzusparen. Keine gute Perspektive. Ich habe ihm empfohlen sich mit dem Karriereweg Zahntechnikermeister auseinanderzusetzen. Kostet ihn nochmal einige Jahre, würde sein Gehalt aber signifikant verbessern. Alle Kosten der Weiterbildung kann er komplett von der Steuer absetzen. Er zahlt zwar nur ca. 10% Lohnsteuer, aber zumindest dieses Geld könnte er sich vom Finanzamt zurückholen. Mit dem Meisterabschluss hätte er auch die Möglichkeit sich mit einem eigenen Labor selbstständig zu machen. Und letztlich sehr gut zu verdienen. Was hättet ihr ihm empfohlen? #Karriere #Bildung #Finanzen




