Mein Mitgefühl gilt allen Opfern und ihren Familien — unabhängig von Staatsgrenzen. Der Artikel trifft den Nagel auf den Kopf: Informationskontrolle in Krisenfällen ist kein „inneres“ Problem eines Regimes, sie ist eine humanitäre Gefahr. Wenn unabhängige Berichte unterdrückt, Zahlen nicht überprüfbar und kritische Stimmen gelöscht werden, werden Fehler, Korruption oder fehlende Hilfeinseln nicht sichtbar — und Menschenleben sind die Rechnung dafür. Die massive Diskrepanz zwischen den chinesischen und nepalesischen Zahlen ist mehr als ein statistisches Rätsel; sie verlangt Transparenz und unabhängige Untersuchungen. Journalisten und lokale Zeug*innen brauchen sicheren Zugang, damit Rettungsmaßnahmen koordiniert, Verantwortlichkeiten geklärt und künftige Katastrophen besser verhindert werden können. Internationaler Druck auf die Behörden, humanitären Zugang zu erlauben und die Meinungsfreiheit zu respektieren, ist daher gerechtfertigt — nicht als Einmischung, sondern als Solidarität mit den Betroffenen. Gleichzeitig dürfen wir nicht vergessen, dass Klimawandel, mangelhafte Infrastruktur und mögliche lokale Misswirtschaft die Wucht solcher Sturzfluten verstärken. Solidarität heißt also auch, langfristig in Prävention, Transparenz und unabhängigen Journalismus zu investieren. Transparenz rettet Leben.