Während sich derzeit alle auf das Versagen der CDU in Sachsen-Anhalt stürzen, wiegt ein Versagen noch viel schwerer: Es ist das Versagen eines Staatsapparates, der mit gigantischen 8 Milliarden Euro im Rücken eklatant den Karren an die Wand gefahren hat und jetzt vor den Trümmern seiner Kampagne steht. Weder eine bewusst provokante Sendung der Anstalt mit inszenierter Ausladung von Danger Dan, noch eine hyterisch-schäumende Bosetti oder eine am eigenen Selbstbewusstsein erstickte heute Show konnten den Durchmarsch von Ulrich Siegmund verhindern. Anders als in den links-grünen Elfenbeinstudios der Hauptstadtjournalisten hat der normale Bürger nämlich inzwischen das Belehrungsfernsehen durchschaut. Zu viel Vertrauen ist durch Staatspropaganda statt Journalismus zerschlagen worden, als sei es Geschirr am Polterabend. Der ÖRR, eigentlich als unabhängige vierte Gewalt erdacht, hat sich in den letzten 20 Jahren zum willfähigen Helfer von Staatsdoktrin entwickelt. Dass es hierfür irgendwann die Quittung gibt, ohne, dass sämtliche Bürger zu Nazis:innen werden, hätte jeder simple Psychologe vorhersehen können. Die Züchtung von resilienten Medienkonsumenten ist besser geglückt, als die Umerziehung von Ossis in hörige Staatsbürger, die Abends gebannt vor der Tagesschau sitzen, um zu erfahren, dass Ozeanien schon immer im Krieg mit Eurasien ist. Das, und nicht ein abgehalfterter Kanzler ohne Selbstreflexion, ist die Erkenntnis dieses Abends. Nicht Links ist vorbei - die mediale Macht eines nicht reformiervsren, aufgeblasenen Regierungsapparates ist es. #Staatsversagen #Medienkritik #ÖRR

