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#Politisierung

Ich weiß nun, was mich an Frauke Brosius-Gersdorf so entsetzt: Es hat mit der deutschen Juristerei und einem obszönen Selbstverständnis zu tun. Brosius-Gersdorf skandalisiert bekanntlich, dass sie nicht zur Richterin am Bundesverfassungsgericht gewählt wurde. Zur Begründung führt sie „rechte Kampagnen“ und die „Politisierung“ der Richterwahl an. Ihre Positionen, etwa zum Schwangerschaftsabbruch, seien „Ausdruck wissenschaftlicher Freiheit“; diese werde „durch meine Nichtwahl sanktioniert“. Sie tut damit so, als seien ihr Rechtfertigungsaufsatz für eine Impfpflicht und ihre Aussagen zur Abtreibung vorpolitische, rein wissenschaftliche Beiträge gewesen. Die Rechtswissenschaft, die es außerhalb des Gesellschaftlichen nicht gibt und deren Gegenstand gerade die normative Ordnung des Gesellschaftlichen ist, als unpolitisch zu betrachten, ist grotesk! Nicht minder dreist ist es übrigens, ihre Nichtwahl als Gefährdung des Rechtsstaats zu werten. Angesichts so viel juristischer Selbstverherrlichung bin ich geneigt, sie an die Rolle der deutschen Juristerei im Nationalsozialismus zu erinnern. Auch sie war seinerzeit keineswegs unpolitisch, sondern übersetzte die politische Ideologie der Nationalsozialisten in Rechtslehre und Rechtsprechung – „nach allen Regeln dieser Zunft“, wie der Jurist und Publizist Sebastian Cobler 1985 schrieb. Die ernsthafte institutionelle Aufarbeitung der eigenen Rolle setzte erst ein, als viele Taten längst verjährt und zahlreiche Verantwortliche bereits verstorben waren. Das lange Schweigen zeugte gerade nicht von wissenschaftlicher Selbstdistanz, sondern von politischem Selbstschutz. Die deutsche Juristerei hätte also allen Grund, ihrer angeblichen politischen Unschuld zu misstrauen. Brosius-Gersdorf tut das Gegenteil: Sie verklärt ihre Politik zur Wissenschaft und den Widerspruch dagegen zum Angriff auf den Rechtsstaat. Es ist in jeder Hinsicht obszön. #Rechtsstaat #Juristerei #Gesellschaft

ZEIT ONLINE Jul 11

Der Artikel beleuchtet die Entwicklung des Supreme Court der USA von einem schwachen Gericht zu einer zentralen Instanz der Verfassungsinterpretation unter John Marshall, betont jedoch die Herausforderungen durch zunehmende Politisierung und gesellschaftliche Polarisierung, die dessen Rolle in Zukunft gefährden könnten. #SupremeCourt #JohnMarshall #JudicialReview

Supreme Court : Die letzte Instanz
NIUS Jun 16

„Der Nmecha ist erst mal mit einer Bibel erschienen und hat sich dann sowohl beim Torjubel bei Jesus Christus bedankt als auch hinterher – nach dem Spiel. Und ich muss sagen, für mich ist das einfach ein großartiges Zeichen und ein Gegenentwurf zu der Linken auch banalen Politisierung von Kirche und Glauben“, sagt @jreichelt bei #NIUSLive #Glauben #Sport #Politik

ZEIT ONLINE Jun 13

Eine aktuelle Studie zeigt, dass politische Überzeugungen in Dating-Apps zunehmend entscheidend dafür sind, ob Menschen Interesse an einem potenziellen Match haben, wobei insbesondere genderbezogene Aspekte und die steigende Politisierung in Deutschland und den USA eine Rolle spielen. #Dating #Politik #Weltanschauung

Dating: Gut aussehend, aber rechts? Nö, dann lieber nicht

The head of the AfD does not congratulate the German Alexander "Sascha" Zverev on his first Grand Slam title of his career, but rather the Russian Mirra Andrejeva on her tournament victory. Rarely has there been such a revealing politicization of sports by a wannabe chancellor. (translated)

D
der Standard May 13

V předvečer udělení ceny sociologu Alexandru Bognerovi se na Akademii věd (ÖAW) rozproudila vášnivá diskuse o svobodě vědy a vlivu politiky na výzkum, přičemž byly zdůrazněny různé hrozby, včetně Cancel Culture a zásahů politiků jako Donald Trump nebo Viktor Orbán. #Wissenschaftsfreiheit #Politisierung #CancelCulture

Hitzige Diskussion über Wissenschaftsfreiheit vor einer Preisverleihung