Leude wegen psychischer Erkrankungen nicht zu verurteilen ist letztlich ein ganz seltsamer Pathologie-Essentialismus. Der Mensch hat die Gewalttat nicht begangen, seine Krankheit hat ihn dazu gebracht, sie gehört quasi nicht zu ihm, ergreift von ihm nur Besitz. Aber der Mensch hat die Tat sehr wohl begangen wenn der Hass oder die Eifersucht ihn dazu getrieben haben, da gibt es dann keine Separation. Man ist identisch mit seinem Hass, aber nicht mit seiner Psychose. Am Ende urteilt man so immer über nahezu willkürlich angenommene Eigenschaften irgendwelcher unergründlicher Geisteszustände. Die korrekte Art zu urteilen verläuft natürlich genau anders herum: Gibt es äußere, nachweisbare Gründe (absichtliche Browokation zum Beispiel), aus denen wir innere Zustände nachvollziehen können? Wenn nicht, dann ist es doch völlig egal, aus welchen inneren Mechaniken heraus einer handelt. Bestraft wird die Pathologie der Handlung nicht der Person. #PsychischeGesundheit #Stigmatisierung #Gewaltprävention








