Derzeit sehen wir tatsächlich eine gewisse Stabilisierung. In einigen Bereichen, etwa in der Chemie und im Außenhandel, haben sich Stimmung und Erwartungen zuletzt aufgehellt. Für mich ist das jedoch vor allem eine Zwischenerholung, die zudem erheblich durch staatliche Ausgaben und zusätzliche Verschuldung stimuliert wird. Ich gehe davon aus, dass dieser Erholung bereits in ein oder zwei Quartalen der nächste Abschwung folgen könnte. Denn ich kann bislang keine Reformen erkennen, die die strukturellen wirtschaftlichen Probleme Deutschlands nachhaltig lösen. Probleme, die sich über viele viele Jahre aufgebaut und seit etwa 2019 zunehmend verschärft haben. Die bisherigen Reformansätze der Bundesregierung greifen aus meiner Sicht viel viel zu kurz und gehen an den entscheidenden Ursachen vorbei. Deshalb dürften diejenigen, die die aktuellen Zahlen bereits als Trendwende feiern, darunter auch Kanzler Friedrich Merz, schneller auf den Boden der wirtschaftlichen Realität zurückkehren, als ihnen lieb sein kann. Freuen wir uns darüber, dass es für ein paar Monate einmal nicht ganz so düster aussieht. Allen ein erholsames Wochenende! #Wirtschaft #Stabilisierung #Reformen
















