Sehr geehrter Herr Bender, in der Sache der sogenannten "Sächsischen Separatisten" haben Sie Ihr journalistisches Restethos jetzt in die Tonne getreten. Um das nochmal klarzustellen: Der gedankliche Ursprung meiner Aussage zu diesem Sachverhalt entspringt der Überzeugung, daß an den Terrorvorwürfen nichts dran ist und nicht, daß die Vorwürfe an sich "nicht so schlimm" sind. Ich verabscheue Gewalt und habe in den letzten dreizehn Jahren immer darauf hingewiesen, daß Gewalt niemals Mittel der Politik sein darf. Wie Sie mich in diesem Zusammenhang mit Hilfe von Entkontextualisierung und Rabulistik zu einem potentiellen Terrorsympathisanten machen, ist einfach nur unappetitlich. Sie sollten sich schämen! Aufgrund der durch viele Indizien gestützen Annahme, daß die Sache an den Haaren herbeigezogen ist und der Zugriff kurz nach der LTW in Sachsen erfolgte, was der Vermutung Nahrung gibt, daß dadurch eine Annäherung von CDU und AfD verhindert werden sollte, schrieb ich vorgestern der dpa folgende Stellungnahme: "Ich finde es als vierfacher Vater tatsächlich brutal, wenn ein junger Familienvater seit zwei Jahren seine kleine Tochter nur durch eine Scheibe sehen kann, ein Mann, der meines Wissens nach noch nie einem Menschen ein Haar gekrümmt hat. Ob das eines Rechtsstaats würdig ist, dürfen Sie selbst entscheiden. Und ob es seriös ist, wenn Journalisten sich als politische Aktivisten verdingen und ihm die Bezeichnung "Terrorist" umhängen, haben Sie auch zu beantworten. Im Kontext der "Rollatorputschisten" inszeniert man das selbe Spektakel. Cui bono?" Ich kann Ihnen abschließend nur dringend empfehlen, sich an das zu erinnern, was ich Ihnen vor vielen Jahren einmal sagte: Einen guten Journalisten zeichnet dasselbe aus wie einen guten Historiker - das Verstehenwollen. Damals waren Sie noch ein Journalist, wenn auch nicht in der Ausprägung des gerade beschriebenen Idealtypus. Heute sind Sie nur noch politischer Aktivist. Das ist schade! Mit freundlichem Gruß Björn Höcke #Journalismus #Politik #Terrorismus








