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#Sprengstoffanschlag
Ulrich Vosgerau Sep 8

Es war ja noch etwas anderes sehr seltsam an der gestrigen Pressekonferenz des Bundeskanzlers (also genaugenommen der CDU), das kann eigentlich nicht nur mir aufgefallen sein. Ganz am Schluß. Da kam @_FriedrichMerz auf einmal - etwas zusammenhanglos - auf den Drohnenanschlag von Leipzig zu sprechen und setzte ihn in Zusammenhang mit den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt. Und der Zusammenhang war irgendwie so, daß er letztlich enttäuscht war, daß trotz der Verlautbarung der Bundesregierung, es seien die Russen gewesen, immer noch so viele Leute AfD und auch BSW gewählt hätten. Es klang so, als sei der gescheiterte Sprengstoffanschlag von Leipzig bzw. die Verlautbarung der Bundesregierung, das seien die Russen gewesen, aus Sicht der Bundesregierung der gamechanger im Landtagswahlkampf von Sachsen-Anhalt gewesen - und nun war man enttäuscht, daß es gar nichts gebracht hatte! Wirkten deshalb in Berlin alle so überrascht, nachdem das passiert war, was alle prognostiziert hatten? Ich bin ja bekanntlich jeglicher Sympathien mit dem Putin-Regime unverdächtig. Aber die Verlautbarung der Bundesregierung vor etlichen Tagen, nun habe man herausgefunden, daß es die Russen gewesen seien, kam mir ziemlich fishy 🐟vor. Ganz einfach deswegen, weil die Bundesregierung ja nicht verriet, woher sie das überhaupt wissen will, warum sie sich so sicher ist, welche Beweise oder wenigstens Indizien vorliegen. Kommuniziert wurde ganz einfach: wir wissen es jetzt, Geheimdienst und so, ihr müßt und das ganz einfach glauben! Der "Glaube" an die Bundesregierung ist ohnehin etwas erschüttert. Die Verfassungsschutzämter "wissen" ja auch immer ganz genau, welche Landesverbände der AfD "gesichert rechtsextremistisch" sind. Und liest man dann die zugrundliegenden "Gutachen" nach, handelt es sich um wirre Spekulations- und Assoziationskaskaden, getragen von maximalem Belastungseifer - als habe das "Correctiv" unter Drogen geschrieben. Ist die "Beweisführung" der Bundesregierung im Leipzig-Fall, die wir nicht kennen, am Ende gar von ähnlicher Qualität? Und selbst, wenn der Bundesregierung sehr plausible Indizien vorliegen sollten, die vernünftigerweise fast zwingend auf Rußland hindeuten: im internationalen Geheimdienstwesen sind "false-flag-Operationen" ja keine Seltenheit, sondern gewissermaßen der Regelfall. Daher müssen gerade dann, wenn auf den ersten Blick belastbare Indizien auf eine bestimmte Nation hindeuten, bei dem Geheimdiensten eigentlich eher die Alarmlampen angehen: "Aha, da will jemand, daß wir etwas Bestimmtes glauben!". So denken Dienste eigentlich. In der Pressekonferenz war die Wortwahl von Friedrich Merz so obskur: man habe eine "Zuordnung" vorgenommen. Weil man damit auch angesichts der Landtagswahl nicht mehr länger habe warten wollen! Es geht ja um die Schuldfrage und eine schwere Straftat. Wenn ein Gericht am Ende eines Verfahrens aufgrund von Beweisen von der Schuld eines Angeklagten überzeugt ist - dann nennt man das ja auch nicht "Zuordnung". Und: das Gericht fällt das Urteil, wenn entweder der Beweis erbracht ist oder herausgekommen ist, daß der Beweis nicht erbracht werden kann – und nicht, wenn es "nicht mehr länger warten will". Seit der gestrigen Pressekonferenz von Friedrich Merz habe ich einen Verdacht: die Bundesregierung hat möglicherweise in Wahrheit keine Ahnung, wer hinter dem Sprengstoffanschlag von Leipzig steckt, und ihre öffentliche Auskunft, man wisse jetzt, daß es die Russen gewesen seien, ist u.U. eine letztlich haltlose Behauptung "ins Blaue hinein". Und diese Behauptung wurde nicht (nur) aus außenpolitischen oder sicherheitspolitischen Erwägungen heraus getroffen - sondern, und hier wird es endgültig verrückt!, aus der Erwägung der Regierung heraus, durch so eine Behauptung den Ausgang der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt durchgreifend beeinflussen zu können. #Politik #Bundesregierung #SachsenAnhalt

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Kurier Sep 6

Der versuchte Sprengstoffanschlag am Flughafen in Leipzig, dem Russland vorgeworfen wird, führt zu erheblichen diplomatischen Spannungen, wobei der russische Außenminister Sergej Lawrow die deutschen Vorwürfe als „Beginn eines echten Krieges“ bezeichnet. #Leipzig #Russland #Drohnenangriff

kurier.at
Drohnenvorfall in Leipzig: Russland nennt Vorwürfe „echten Krieg“
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💙💛 Regina Laska Sep 3

Kann der RBB vielleicht zweimal unauffällig in die Kamera blinzeln, damit wir wissen, ob wir Hilfe schicken müssen? Denn was dort zur Schließung des Russischen Hauses gesendet wurde, ist schon eine bemerkenswerte kleine Lehrstunde darin, wie man aus einer staatlichen russischen Einflussstruktur wieder eine niedliche Kulturhütte mit Gebäckanschluss bastelt. Zunächst lernen wir: Da gibt es Ausstellungen. Filme. Sprachclub. Tanzunterricht. Kaffee. Russisches Gebäck. Und Menschen, die ganz dolle traurig sind. Hachz. 🥹 Fast möchte man selbst noch schnell hinfahren und einen letzten Piroggenkranz niederlegen. Was man in dieser lang breitgetretenen Kulturidylle eher beiläufig vergisst: Das Russische Haus ist die Berliner Vertretung von Rossotrudnitschestwo. Rossotrudnitschestwo ist keine putzige deutsch-russische Freundschaftsgesellschaft für Blini-Freunde aus aller Welt. Es ist eine staatliche russische Agentur. Seit 2022 EU-sanktioniert. Und inzwischen steht sogar in einer Ausweisungsanordnung des französischen Innenministeriums, das Russische Haus in Berlin werde „als Tarnung von den russischen Geheimdiensten genutzt“. Aber gut. Der RBB hat ja die wirklich harte sicherheitspolitische Frage gestellt: Ein Stichwort kam von der Reporterin durchaus knallhart und investigativ, denn: „Da gibt’s ja die Vermutung, dass da auch Agenten drin arbeiten, weil der Stromverbrauch so hoch ist.“ Ich möchte kurz würdigen, wie elegant die Reporterin hier aus einer inzwischen sehr viel umfangreicheren Nachrichtenlage wieder die gute alte Geschichte vom verdächtigen Stromzähler zaubert und den Ball direkt auf den Elfmeterpunkt legt. So kann der Befragte vom BSW natürlich problemlos antworten: „Eine Vermutung sollte auf gar keinen Fall Grundlage sein …“ Glückwunsch. Strohmann hingestellt. Strohmann erschossen. Sendeminute gefüllt. Noch schöner wird es bei den Verträgen. Da erfahren wir, Deutschland könne einen Vertrag mit Russland „brechen“. Möglicherweise könne man das sogar vor internationalen Gerichtshöfen anfechten. Um Gottes Willen! 🫣 Was auch immer der Grund für eine solche Aussage in dem Beitrag war, hier würde ich tatsächlich gerne mal in Rohmaterial schauen. Denn hier fehlt ein winziges, aber durchaus wichtiges juristisches Detail: Deutschland kündigt einen Vertrag. Einen Vertrag mit Kündigungsklausel. Das nennt man nicht Vertragsbruch. Das nennt man Vertragskündigung. Sonst könnte man künftig auch berichten: „Mieter bricht Mietvertrag und könnte sich womöglich vor internationalen Gerichten verantworten.“ Er hatte aber nur gekündigt. Klingt natürlich nicht halb so aufregend. Und so entsteht in wenigen Minuten ein erstaunliches Gesamtbild: Hier schließt aufgrund der garstigen Bundesregierung eine so in das Herz aller Menschen geschlossene Kulturstätte mit Kaffee, Gebäck und Kinderunterricht. So viele treue Kunden, die ihren Zufluchtsort verlieren, so viele Mitarbeiter, die bald dann gar nicht mehr wissen, wo sie demnächst arbeiten sollen. Es bricht dem Zuschauer das Herz. Und dann will Deutschland diesen Hort des Glücks obendrein auch noch vertragswidrig dichtmachen? Und irgendwelche Leute munkeln etwas von Agenten, weil angeblich der Stromzähler rotiert. Das sind doch an den Haaren herbeigezogene Anwürfe! Erst später dürfen dann auch noch ein paar Politiker, die nicht von der russlandliebenden AfD und dem BSW sind, erklären, warum die Schließung vielleicht doch keine komplett wahnsinnige Idee ist. Man kann das ausgewogene Berichterstattung nennen. Man kann aber auch fragen, warum bei einer Geschichte über die Berliner Vertretung einer sanktionierten russischen Staatsagentur ausgerechnet deren Selbsterzählung den emotionalen Grundton setzt – obwohl der Staat dahinter nach Erkenntnissen der Bundesregierung einen versuchten Sprengstoffanschlag auf ein strategisches Ziel auf deutschem Boden hat durchführen lassen – also etwas, das mit dem post-putzigen Etikett „hybrid“ inzwischen nur noch sehr unzureichend beschrieben ist. Kultur. 🎭 Dialog. 🤝 Begegnung. 👨‍👩‍👧‍ Die armen Besucher. 😭 Und irgendwo ganz hinten im Raum sitzt der Mann von Rossotrudnitschestwo, vielleicht sogar ohne Regenmantel und Sonnenbrille und sagt vermutlich: Спасибо, rbb. Danke! Besser hätten wir es auch nicht geschnitten. 👏👏👏 RBB? Zweimal zwinkern! Oder eine Handgeste. Hauptsache kurz Bescheid geben. Wir kommen dann! 🆘 #RBB #RussischesHaus #Kultur

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Vic Sep 2

Frau Wagenknecht funktioniert sogar bei einem versuchten Sprengstoffanschlag auf deutschem Boden verlässlicher als der Zünder einer russischen Sprengdrohne. Es erfordert schon eine ganz besondere Form von Ergebenheit, einen gescheiterten Anschlag auf deutsche Infrastruktur als russischen Servicefehler abzutun und den Tätern die Entschuldigungsschreiben direkt frei Haus zu liefern. Die politische Betreuung des BSW für russische Terrorkommandos arbeitet auf jeden Fall präziser als deren Zündmechanismen. #Wagenknecht #Russland #Politik

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Kurier Sep 2

Österreichs Außenministerin Beate Meinl-Reisinger bestellte den russischen Botschafter ein, als Reaktion auf die hybride Bedrohung durch Russland nach einem versuchten Sprengstoffanschlag mit einer Drohne am Flughafen Leipzig. #Leipzig #Russland #HybrideAngriffe

kurier.at
Leipzig-Drohne: Meinl-Reisinger bestellte russischen Botschafter ein
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D
der Standard Sep 2

Der Artikel analysiert die jüngsten hybriden Angriffe Russland, insbesondere den Sprengstoffanschlag am Leipziger Flughafen, und thematisiert die damit verbundenen Eskalationen sowie die zugrunde liegenden Motive Putins. #Putin #Hybridkrieg #LeipzigerFlughafen

www.derstandard.at
Warum tut Putin das?
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Philip Plickert Sep 2

Mehr Verharmlosung geht kaum: "Selbst wenn Russland dahinter stecken sollte" (nur knapp gescheiterter Sprengstoffanschlag auf deutschen Flughafen) - die Moskau-Freunde wollen immer noch den Kopf in den Sand stecken und bejammern lieber die maßvolle deutsche Reaktion als #Russland #Terrorismus #München #DE #RU

Spiegel Online Sep 1

Innenminister Dobrindt und Außenminister Wadephul äußern sich zu einem versuchten Sprengstoffanschlag am Flughafen Leipzig/Halle, der vermeintlich von einem russischen Geheimdienst orchestriert wurde. #LeipzigerFlughafen #Drohnenvorfall #Sicherheitspolitik

www.spiegel.de
Flughafen Leipzig/Halle: Alexander Dobrindt und Johann Wadephul äußern sich
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Spiegel Online Sep 1

Die Bundesregierung betrachtet einen versuchten Sprengstoffanschlag auf den Flughafen Leipzig/Halle, der angeblich von einem russischen Geheimdienst ausgeführt wurde, als Teil hybrider Kriegsführung und kündigt mehrere Maßnahmen gegen Russland an. #hybrideKriegsführung #Russland #Sicherheitspolitik

www.spiegel.de
Flughafen Leipzig/Halle: Bundesregierung spricht von hybrider Kriegsführung
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Bild Sep 1

Deutschland bringt nach einem versuchten Sprengstoffanschlag in Leipzig/Halle die russische Sabotage vor den Nato-Rat, um internationale Unterstützung für Strafmaßnahmen gegen Russland zu mobilisieren. #Russland #Nato #Sanktionen

www.bild.de
Exklusiv! - Deutschland bringt Russen-Sabotage vor Nato-Rat
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💙💛 Regina Laska Sep 1

So. Die erste Freude über das Russische Haus ist verraucht. 😬 Denn Roderich Kiesewetter hat leider recht. Deutschland hat heute etwas ausgesprochen, das ziemlich gewaltig ist: Nach Erkenntnissen der Bundesregierung haben Personen im Auftrag russischer staatlicher Stellen versucht, mit einer Sprengstoffdrohne einen Anschlag am Flughafen Leipzig/Halle zu verüben. Dobrindt nennt das hybride Kriegsführung und sagt: Deutschland müsse mit weiteren russischen Angriffen rechnen. Das Wort hybrid ist leider verniedlichend. So ist auch unsere Antwort: Das russische Generalkonsulat in Bonn wird geschlossen. Der Vertrag über das Russische Haus wird gekündigt (yes!). Einreisekontrollen werden verschärft. Weitere Personen sollen sanktioniert und der Druck auf die Schattenflotte erhöht werden. Alles richtig. Aber wo ist in diesem Paket eigentlich der Preis, der Moskau davon abhalten soll, es noch einmal zu versuchen? Genau das ist der entscheidende Punkt. Diplomatische und administrative Maßnahmen räumen endlich Dinge auf, die längst hätten erledigt sein müssen. Abschreckung beginnt aber erst dort, wo der Angreifer beim nächsten Mal mit Kosten rechnen muss, die ihm tatsächlich wehtun. Kiesewetter fordert deshalb unter anderem Taurus für die Ukraine. Strack-Zimmermann einen europäischen Mechanismus, bei dem auf russische Sabotage automatisch vorher festgelegte Sanktionen folgen. Darüber kann man im Einzelnen streiten. Über die Grundfrage eigentlich nicht: Wenn Russland nach einem gescheiterten Anschlag auf deutschem Boden lediglich verliert, was es hier ohnehin längst nicht mehr hätte haben dürfen – was genau soll Moskau beim nächsten Versuch abschrecken? Und Merz hat sich tatsächlich nicht gezeigt, es war wohl nicht so wichtig, dass mit russischem Auftrag beinahe ein Sprengstoffanschlag auf deutschem Boden mit möglicherweise Toten gelungen wäre. #Russland #Sanktionen #Deutschland

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Spiegel Online Sep 1

Die Bundesregierung macht Russland für einen versuchten Sprengstoffanschlag auf den Leipziger Flughafen verantwortlich, an dem ein russischer Geheimdienst beteiligt gewesen sein soll, und plant, die Details sowie mögliche Konsequenzen am Nachmittag bekannt zu geben. #Russland #Drohnenangriff #Leipzig

www.spiegel.de
Bundesregierung macht Russland für Angriff auf Leipziger Flughafen verantwortlich
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Deutschland Kurier Aug 26

🤡„ Die Weihnachtsmärkte, die Bürgerfeste in Deutschland und das Oktoberfest müssen vor rechtsextremen Sprengstoffanschlägen geschützt werden!“🤡 🤡Susan Sziborra-Seidlitz (🤦🏻‍♂️)(Spitzenkandidatin der „Grünen“) in Sachsen-Anhalt 🤡 https://t.co/uWbqqqUn1w #Weihnachtsmärkte #Oktoberfest #Rechtsextremismus

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Nico Lange Aug 13

Militärexperte: „Besprechungen wehren keine Drohnen ab“ Nach den jüngsten Drohnenattacken stellt sich für den Militärexperten Nico Lange die Frage: Können oder wollen wir nichts dagegen tun? Die Technik zur Abwehr sei vorhanden. Leipzig/Mechernich/Berlin. Vermutlich vereitelte ein Busfahrer mit beherztem Tritt einen Sprengstoffanschlag mittels Drohne am Leipziger Flughafen. Kurz darauf überflogen mehrere Drohnen den Bundeswehrstandort Mechernich im Kreis Euskirchen. Ist Deutschland solchen Attacken hilflos ausgesetzt? Militärexperte Nico Lange hat Zweifel sowohl am Können als auch am Wollen. Herr Lange, was hilft besser gegen Drohnenangriffe: Behörden oder Busfahrer? In Leipzig offenbar ein Busfahrer. Das macht schon Sorge, dass diese Drohne nur durch Zufall unschädlich gemacht wurde und nicht durch systematische, professionelle Abwehr. Fangen wir mit den Behörden an: Weist der Vorfall am Leipziger Flughafen auf ein Problem der Zuständigkeiten und die Schwäche des föderalen Systems hin? Wir diskutieren in Deutschland sehr gern über Zuständigkeiten. Man kann sich ewig damit beschäftigen und davon ablenken, dass nichts geschieht. In Leipzig war es absolut klar. Für Flughäfen ist die Bundespolizei zuständig, und für Bundeswehrstandorte die Bundeswehr selbst. Wenn jeder im Rahmen seiner Zuständigkeiten das Notwendige tun würde, hätten wir das Problem nicht. Wer bekämpft denn jetzt die Drohne? Seit neun Monaten gibt es ein Drohnenabwehrzentrum von Bund und Ländern und seit Juni ein gemeinsames Zentrum zur Abwehr hybrider Bedrohungen. Braucht es weitere Planstellen? Im Drohnenabwehrzentrum werden Informationen ausgetauscht. Das ist sicher gut, wenn Beamte sich untereinander besprechen, wirft aber die Frage auf: Wer bekämpft denn jetzt die Drohne? Noch mehr Behörden und Institutionen, die dazu dienen, dass man einander updatet und erzählt, dass es Probleme gibt und wie schlimm das ist: Das wird diese Probleme nicht lösen. Wir leben leider in einer Verwaltungsrepublik. Da werden Probleme diskutiert oder juristisch angegangen. Es muss aber praktisch etwas gemacht werden, so wie es der Busfahrer vorgeführt hat. Ebenfalls vor einem Jahr wurde der Nationale Sicherheitsrat eingerichtet. Jetzt hat er getagt. Was genau bringt das im Fall der Drohnenattacken? Offenkundig nichts. Ich habe nicht verstanden, was der Rat jetzt beschlossen hat. Er hätte beschließen können, bis zum 31. August an allen Flughäfen und Bundeswehrstandorten die modernste Sensorik anzubringen, um auch kleine Drohnen zu erkennen und die Daten zusammenzuführen. Das wäre mal ein Ergebnis. Anscheinend gibt es aber kein Ergebnis, das aussagt: Wer macht was bis wann? Und solange ist das eben nur eine weitere Besprechung. Wenn einmal all die dafür nötige Energie für die Praxis der Drohnenabwehr verwendet würde, wären wir schon einen großen Schritt weiter. Werden militärische Pläne nicht aus gutem Grund geheimgehalten? Der Nationale Sicherheitsrat muss ja nicht die Details der Erkennung und Abwehr von Drohnen kommunizieren. Aber als Bürger möchte ich schon wissen, was bis wann unternommen wird gegen gefährliche Drohnen. Es scheint nicht viel Wissen um deren Bekämpfung dazusein. Wer sagt, diese Gefahr sei neu, ist auf dem Stand von Leuten, die sagen: Das Internet ist neu. Drohnen gibt es schon sehr lange, man kann sie online bestellen. Ebenfalls bekannt ist, dass normale Radare diese Drohnen nicht erfassen. Deshalb braucht man Bodenradare, die kleine, niedrigfliegende Objekte erfassen können. Aus der Ukraine, die sehr viel Erfahrung mit Drohnen hat, weiß man, dass akustische Sensornetzwerke, elektrooptische Sensoren oder Wärmebildsensoren, die zum Beispiel an Strommasten verbaut werden, die beste Methode sind, Drohnen zu erkennen und zu verfolgen. Wo gehört das hin, und was kostet es? Solche Systeme brauchen wir mindestens für Flughäfen und andere kritische Infrastruktur sowie Bundeswehrstandorte. Überall dort müssen wir aus dem völlig veralteten Konzept der Sichtung herauskommen. Jemand sieht eine Drohne, dann wird gerätselt, wo die herkommt und wo sie hinfliegt. Das können moderne Systeme besser. Besonders teuer ist das nicht, und die Technologie dafür haben wir schon in Deutschland. Der 31. August wäre, wie gesagt, ein gutes Datum, um wenigstens mal mit dem Aufbau zu beginnen. Das alles dient der Handlungsvermeidung Fachleute wenden ein, gegen kleine Drohnen wie die in Leipzig sei wenig zu machen, wenn sie erst einmal da seien. Richtig ist: Es gibt Systeme, die dagegen nicht effektiv sind. Deshalb brauchen wir ja Netzwerke, die mehrere Sensoren kombinieren. In der Ukraine sehen wir schon Technologie im Einsatz, die auch solche Drohnen erkennen kann. Das ist ein technologischer Wettlauf, vollkommen klar. Aber ich halte das Problem für lösbar und erwarte, dass die Zuständigen es lösen. Zur Bekämpfung haben Sie Signalstörungen wie Jamming und Spoofing vorgeschlagen. Aber sind das gute Ideen für einen Verkehrsflughafen? So stört man ja auch den regulären Verkehr. Richtig ist, dass beides solche Wechselwirkungen haben kann, je nachdem, auf welchen Frequenzen es stattfindet. Nun ist die bisherige Methode: Man sieht etwas, weiß nichts Genaues und sperrt den ganzen Flughafen, weil die Sicherheit vorgeht. Warum nicht bei einem Drohnenangriff alles für ein paar Minuten sperren und in dieser Zeit die Jamming- und Spoofing-Systeme einsetzen? Danach geht der Flugbetrieb weiter. Wir sollten nicht in deutscher Manier bei jeder nicht perfekten Lösung sofort Gründe anführen, warum das sowieso nicht geht, dazu alles immer weiter zu verkomplizieren und tausend Extrem-Varianten zu diskutieren. Das alles dient der Handlungsvermeidung. Ein Abschuss birgt Risiken, die aber sind kalkulierbar Tatsächlich ist keine einzige der Drohnen abgeschossen worden. Wie erklären Sie sich, dass die Bundeswehr Überflüge über einen besonders sensiblen Standort wie Mechernich hinnimmt? Das ist nicht mehr erklärlich. Wir hatten in den letzten Jahren dermaßen viele Überflüge, auch über Häfen, Schiffe oder Ausbildungsstätten der Bundeswehr für Ukrainer. Bekämpft wurden die Drohnen nicht, und da gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder kann die Bundeswehr das nicht. Das wäre fatal. Oder es traut sich niemand aufgrund einer Bedenkenträgerei, eine Drohne abzuschießen. Wer unbefugt Militärgelände betritt, kann im Extremfall mit der Schusswaffe bekämpft werden. Warum soll das denn in der Dimension Luft anders sein? Ist der Hinweis Bedenkenträgerei, dass solch ein Abschuss in der Nähe von bewohntem Gebiet Risiken birgt? Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Man kann zum Beispiel einen möglichst günstigen Zeitpunkt fürs Abschießen oder Umlenken auswählen. Im Zweifelsfall hängt eine Entscheidung ab von der Einschätzung, wie groß die Gefahr durch die jeweilige Drohne ist. In Leipzig sind wir nur knapp an einer Katastrophe vorbeigeschlittert. Es kann in solchen Fällen gerechtfertigt sein, mit dem Abschuss einer Drohne gewisse Risiken einzugehen. Solche Abwägungen sind für Sicherheitskräfte nichts Neues. Die Polizei zum Beispiel hat Richtlinien, wie sie mit einem solchen Dilemma umgeht. Elefant im Raum der Vorfälle von Mechernich und Leipzig ist Russland als Aggressor. Bundesinnenminister Dobrindt murmelte etwas von „fremden Mächten“, deren Täterschaft nicht auszuschließen sei. Ist Leisetreterei das Gebot der Stunde? Der Bundesinnenminister scheint Gründe dafür zu haben, warum er Ross und Reiter bisher nicht nennt. Klar ist: Diese Angriffe passen in das Muster russischer hybrider Angriffe auf Deutschland und andere Staaten. Ich halte es nicht für sinnvoll, den Verschwörungstheoretikern Raum zu geben, die jetzt alle möglichen Varianten bieten, wer es denn gewesen sein könnte. Besser, man sagt gleich, was los ist. Wir sind alle erwachsen und können die Wahrheit vertragen. Interessant ist, dass Russland sofort reagiert hat, obwohl es von deutscher Seite gar nicht als Täter benannt worden war. Das ist ja auch bezeichnend. #Drohnenabwehr #Sicherheit #Bundeswehr

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Spiegel Online Aug 11

Po desetiměsíčním vyšetřování byl zatčen podnikatel Valter Lavitola, který je podezřelý z objednání bombového útoku na italského novináře Sigfrida Ranucciho, jenž měl z této události získat politickou popularitu. #Investigativjournalismus #Mafia #Sprengstoffanschlag

www.spiegel.de
Italien: Mutmaßlicher Auftraggeber nach Anschlag auf Journalist festgenommen
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💙💛 Regina Laska Aug 5

Alexander Dobrindt spricht in der PK zum Drohnenvorfall in Leipzig von einem „ernsten, sicherheitsrelevanten Vorfall“ und einem neuen Bedrohungsszenario. Die Drohne mit Sprengstoff bewege sich nach seiner Darstellung im Bereich hybrider Bedrohungen. Mit dem Fall befassten sich das Gemeinsame Abwehrzentrum Hybrid des BKA und das Gemeinsame Drohnenabwehrzentrum. Dobrindt erklärte außerdem, die Bundesregierung gehe inzwischen von einer hohen und nicht nur abstrakten Bedrohungslage aus. Meldungen der eigenen und befreundeter Nachrichtendienste würden mit höherer Intensität ausgewertet. Ähnliche Versuche seien künftig ausdrücklich nicht auszuschließen. Die aktive Drohnenabwehr an Flughäfen und anderen sensiblen Orten solle deshalb weiter ausgebaut werden. Dobrindt beschreibt vor allem die staatliche Reaktion und die vorhandenen Abwehrstrukturen. Das ändert nichts am Kern des Vorfalls: Auf dem Gelände eines zentralen Luftfrachtdrehkreuzes befand sich eine Drohne mit Sprengstoff. Dass es nicht zur Explosion kam, ist bislang nicht als Erfolg einer frühzeitigen Abwehr belegt. Nach dem bisherigen Erkenntnisstand war der Zünder offenbar abgerissen. Die offizielle Sprache lautet „hybride Bedrohung“. Tatsächlich geht es um einen möglichen Sprengstoffanschlag, dessen Täter, Auftraggeber und konkretes Ziel noch nicht feststehen. Fortsetzung folgt. #Drohnen #Sicherheit #Bedrohung

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newsORF.at Aug 3

Nach einem tödlichen Sprengstoffanschlag in einem Moskauer Restaurant hat die russische Botschaft in Italien die Ukraine beschuldigt, für den Vorfall verantwortlich zu sein, während die Behörden von mehreren Toten und Verletzten berichten und die Hintergründe des Anschlags unklar bleiben. #Moskau #Ukraine #Terroranschlag

orf.at
Anschlag in Moskau: Vorwürfe gegen Ukraine
11221
newsORF.at Aug 2

Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin bezeichnete den kürzlichen Sprengstoffanschlag in einem Gourmetrestaurant als „brutalen Terrorakt“ und berichtete von fünf Todesopfern, während Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat laufen. #Terrorakt #Moskau #Sprengstoffanschlag

orf.at
Moskauer Bürgermeister: Sprengstoffanschlag war „Terrorakt“
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Kurier Aug 1

In Cucutá, Kolumbien, wurden bei einem Sprengstoffanschlag vor einer Polizeiwache mindestens elf Menschen verletzt, während sich das Land auf die Vereidigung des neuen Präsidenten Abelardo de la Espriella vorbereitet. #Kolumbien #Sprengstoffanschlag #Cucutá

kurier.at
Kolumbien: Elf Verletzte bei Sprengstoffanschlag in Cucutá
10044
D
der Standard Aug 1

Bei einem Sprengstoffanschlag in der kolumbianischen Stadt Cucutá wurden vor der Vereidigung des neuen Präsidenten Abelardo de la Espriella mindestens elf Personen, darunter acht Polizisten und drei Zivilisten, verletzt, als ein mit Sprengsätzen ausgerüsteter Lkw detonierte. #Kolumbien #Cucutá #Sprengstoffanschlag

www.derstandard.at
Elf Verletzte bei Sprengstoffanschlag in kolumbianischer Stadt Cucutá
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