Die aktuellen YouTube-Nebelkerzen rund um Stade lenken von einer politisch viel relevanteren Frage ab: Muammer Duran ist nicht nur Rechtsanwalt, sondern DAVA-Spitzenkandidat für Hannover und soll Oberbürgermeister einer deutschen Landeshauptstadt werden. DAVA selbst stellt ihn inzwischen ausdrücklich in diesen politischen Zusammenhang. Gleichzeitig wird seine politische und verbandliche Biografie kaum kritisch beleuchtet. Bereits 2011 trat Duran als CDU-Kommunalwahlkandidat im Zusammenhang mit einem Bürgergespräch in der Hacı-Bayram-Moschee in Hannover-Linden auf. Eine formelle Funktion in der Moschee ist damit nicht belegt – der politische Kontakt aber sehr wohl. Und das DAVA-Parteiprogramm ist eindeutig: Gefordert werden unter anderem ▪️ die Anerkennung muslimischer Verbände als Körperschaften des öffentlichen Rechts ▪️ Staatsverträge mit muslimischen Verbänden ▪️ muslimische Feiertage ▪️staatlich anerkannter Islamunterricht ▪️ sowie eine Imam-Ausbildung unter Aufsicht islamischer Dachverbände. Das sind keine „rechten Spekulationen“, sondern offizielle politische Forderungen. Natürlich musste die falsche Namenszuordnung im Stade-Fall korrigiert werden. Aber diese Korrektur ersetzt keine Prüfung eines OB-Kandidaten, seines Programms, seiner Netzwerke und seiner konkreten Pläne für Hannover. Die entscheidende Frage lautet daher: Welche Forderungen des DAVA-Programms will Muammer Duran als Oberbürgermeister in Hannover tatsächlich umsetzen – mit welchen Verbänden, welchen Strukturen und welchen öffentlichen Mitteln? Stattdessen diskutiert fast alles über die nächste Empörungsrunde zu Stade. Der Rauch ist laut. Die politische Entwicklung dahinter ist wesentlich bedeutender. Holzauge, sei wachsam. #Politik #Hannover #DAVA